Das Wickeln eines Selbstwickelverdampfers (RDA, RTA oder RDTA)
Das Wickeln eines Selbstwickelverdampfers (RDA, RTA oder RDTA) kann sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Dampfer eine wertvolle Fähigkeit sein, die das Dampferlebnis erheblich verbessern kann. Hier ist eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung, die alle notwendigen Werkzeuge und Schritte umfasst.
Werkzeug und Materialien
- Selbstwickelverdampfer (RDA, RTA oder RDTA): Der Verdampfer selbst, den Sie wickeln möchten.
- Draht: In verschiedenen Materialien erhältlich (z. B. Kanthal, Ni80, Edelstahl). Der gängigste Drahtdurchmesser für Anfänger ist 26 AWG.
- Watte: Hochwertige, unbenutzte Baumwolle, die für E-Zigaretten geeignet ist. Japanese Organic Cotton ist eine beliebte Wahl.
- Ohmmeter oder Multimeter: Ein Gerät zur Überprüfung des Widerstands Ihrer Wicklung.
- Wickelhilfe (z. B. Schraubendreher oder Wickelstäbe): Werkzeug zum Wickeln des Drahtes, oft mit unterschiedlichen Durchmessern.
- Schneidewerkzeuge: Eine kleine Zange oder Drahtschneider zum Abtrennen des Drahts.
- Pinzette: Ideal für das Einsetzen und Anpassen der Watte und der Wicklung. Eine Keramik-Pinzette ist vor allem beim Feuern der Wicklung nützlich, um Kurzschlüsse zu vermeiden.
- Schutzbrille und Handschuhe (optional): Sicherer Umgang, besonders im Fall von Hochleistungswicklungen.
- Liquid: Zum Anfeuchten der Watte.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Vorbereiten des Arbeitsplatzes
- Stellen Sie sicher, dass Ihr Arbeitsplatz sauber und ordentlich ist. Legen Sie alle Werkzeuge bereit, um eine reibungslose Arbeitsweise zu gewährleisten.
Schritt 2: Auswahl des Drahtes
- Wählen Sie den geeigneten Drahttyp und -durchmesser für Ihre Wicklung. Für Anfänger ist 26 AWG Kanthal eine gute Wahl.
Schritt 3: Draht abschneiden
- Schneiden Sie ein Stück Draht von etwa 10-15 cm ab, je nach Anzahl der Wicklungen und Größe des Decks Ihres Verdampfers.
Schritt 4: Wickeln der Coils
- Nehmen Sie die Wickelhilfe (z. B. Schraubendreher) und stecken Sie den Draht durch das Loch des Verdampfers.
- Wickeln Sie den Draht straff um die Wickelhilfe, um eine Coil zu bilden. Achten Sie darauf, dass die Wicklungen eng nebeneinander liegen.
- Die Anzahl der Wicklungen hängt von Ihrem Gerät und Vorlieben ab, typischerweise 5-8 Wicklungen.
Schritt 5: Coils einsetzen
- Entfernen Sie die Wickelhilfe und setzen Sie die Coil in die vorgesehenen Löcher des Verdampferdecks ein. Achten Sie darauf, dass die Coil zentriert ist und nicht die oberen Luftlöcher blockiert.
Schritt 6: Draht befestigen
- Schrauben Sie die Befestigungsschrauben ordentlich fest. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass der Draht fest sitzt, um keine Verbindungsprobleme zu haben.
Schritt 7: Widerstand messen
- Bevor Sie die Wicklung in Betrieb nehmen, verwenden Sie das Ohmmeter oder Multimeter, um den Widerstand der Coils zu messen.
- Stellen Sie sicher, dass der Widerstand im akzeptablen Bereich liegt. Für Sub-Ohm-Coils liegt der Widerstand typischerweise unter 1 Ohm (z. B. 0,2-0,5 Ohm).
Schritt 8: Coils zündeln
- Bevor Sie die Wicklung mit Liquid befeuchten, sollten Sie sie "zündeln" (dry burn). Nutzen Sie eine regulierte Box oder einen Akkuträger, um die Coil kurzzeitig zu feuern.
- Dies sorgt dafür, dass sich die Wicklung gleichmäßig erhitzt und Hotspots entfernt werden. Wenn ein Teil der Wicklung nicht gleichmäßig glüht, drücken Sie mit der Keramik-Pinzette vorsichtig auf die Coil, um sie zu justieren.
Schritt 9: Watte einfügen
- Schneiden Sie ein Stück Watte ab, etwa 10-15 cm lang. Fädeln Sie die Watte durch die Coil.
- Stellen Sie sicher, dass sie nicht zu fest sitzt, um eine ordnungsgemäße Flüssigkeitsaufnahme zu ermöglichen. Sie sollte leicht durch die Coil gleiten.
Schritt 10: Watte trimmen
- Trimmen Sie die Watte an den Enden so ab, dass sie in die Liquid-Pools des Verdampfers fällt, aber nicht zu lang ist. Eine Länge von etwa 5 mm ist oft ideal.
Schritt 11: Watte anfeuchten
- Tröpfeln Sie ein wenig Liquid auf die Coils und die Watte, um sie zu befeuchten. Dies verhindert ein verbranntes Geschmackserlebnis beim ersten Dampfen.
Schritt 12: Verdampfer zusammensetzen
- Setzen Sie den Verdampfer wieder zusammen, stellen Sie sicher, dass alles dicht sitzt.
Schritt 13: Nachfüllen
- Füllen Sie den Tank (bei RDAs entsprechend tröpfeln) mit Ihrem bevorzugten Liquid und lassen Sie es kurz einziehen.
Schritt 14: Testen des Dampfers
- Schalten Sie den Akkuträger ein und testen Sie die Dampfeigenschaften. Beginnen Sie mit niedrigen Wattzahlen und erhöhen Sie die Leistung schrittweise, um sicherzustellen, dass die Wicklung ordnungsgemäß funktioniert und keine Überhitzung auftritt.
Fazit
Durch das korrekte Wickeln eines Selbstwickelverdampfers können Sie Ihre Dampferfahrung erheblich anpassen und verbessern. Regelmäßige Wartung und das Verständnis für die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Wicklungen sind entscheidend für ein sicheres und angenehmes Dampfen. Viel Spaß beim Experimentieren!